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Telefónica-Aktie sinkt trotz Gewinnsteigerung

04.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der spanische Carrier Telefónica verzeichnete in seinem ersten Geschäftshalbjahr 2001 einen Nettogewinn von 1,15 Milliarden Euro. Das sind 16 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Zudem übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten, die von 989 Millionen Euro bis 1,1 Milliarde Euro ausgegangen waren. Der Umsatz kletterte von 13,3 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2000 auf 15,3 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten 2001.

Sorgen bereitete den Anlegern jedoch offenbar der Schuldenberg des Unternehmens in Höhe von 31 Milliarden Euro sowie die gemischten Ergebnisse aus dem Südamerikageschäft, das zu 40 Prozent zum operativen Ergebnis von Telefónica beiträgt. Im zweiten Quartal 2001 konnte der Carrier seinen Umsatz in Lateinamerika um lediglich 1,3 Prozent steigern, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen brach sogar um 4,4 Prozent ein. Die Aktie fiel am gestrigen Montag um 4,2 Prozent auf 12,25 Euro, stieg am heutigen Montagmittag jedoch wieder um 1,55 Prozent auf 12,44 Euro.

Im zweiten Fiskalhalbjahr 2001 rechnet die Telefónica insgesamt mit einem verlangsamten Wachstum, nur die Geschäfte in ihrem Stammland Spanien sollen sich positiver entwickeln als im Vorjahr.