Rückzug

Tata steigt aus Bieterrennen um Cable & Wireless aus

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Nach dem Rückzug des indischen Kommunikations-Dienstleisters Tata Communications (TCL) ist Vodafone der letzte verbleibende Interessent für Cable & Wireless Worldwide.

Die international agierende TK-Servicesparte des Tata-Konzerns hatte im März Interesse an den verbleibenden Resten von Cable & Wireless Worldwide (CWW) angemeldet und wie Vodafone Verhandlungen mit dem angeschlagenen Netzbetreiber aufgenommen. Gerüchten zufolge sicherte sich Tata außerdem eine Kreditlinie über zwei Milliarden Dollar für den Deal.

Doch die bis zum heutigen 19. April verlängerte Verhandlungsfrist führte offenbar zu keinen Ergebnissen. In einer kurzen Mitteilung an den London Stock Exchange erklärten die Inder daher, sie konnten sich mit CWW nicht über die Höhe des Angebots einigen und würden daher kein Kaufangebot abgeben.

Nach dem Ausscheiden von Tata Communications bleibt der britische Mobilfunkriese Vodafone als einziger ernsthafter Interessent übrig - auch er muss bis heute Abend ein Gebot abgeben, sonst beginnt der Verhandlungsprozess von vorne.

Cable & Wireless unterhält ein 425.000 Kilometer langes Kabelnetz, an das - direkt oder über Partner -150 Länder angeschlossen sind. Bruststück davon ist das mit 400 Städten größte Glasfasernetz Großbritanniens.

Tata Communications hätte bei erfolgreicher Verhandlung mit CWW seine Präsenz in Europa deutlich ausbauen können. Die Inder haben zwar erst kürzlich den Aufbau eines weltumspannenden Glasfaserring vollendet, sind aber primär im asiatischen Raum, in Südafrika und dem Nahen Osten vertreten.