Forschungslabor Green IT

T-Systems und Intel untersuchen RZ-Effizienz

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Intel und T-Systems haben ein Testlabor eröffnet, um Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit von Rechenzentren zu untersuchen. Ziel ist es, die optimalen Bedingungen für ein klimafreundliches Datacenter herauszufinden.

DataCenter 2020 nennt sich das Forschungslabor im Münchener Euro-Industriepark, mit dem Intel und T-Systems die Einflussgrößen auf die Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit von Rechenzentren erkunden wollen. In einer ersten Stufe forschen beide nach den optimalen Bedingungen für das klimafreundliche Rechenzentrum. Erste Ergebnisse dazu sollen noch in diesem Jahr vorliegen. Sie dienen als Basis für die umwelttechnische Verbesserung neuer und bestehender Rechenzentren.

„Im DataCenter 2020 untersuchen und analysieren T-Systems und Intel künftig die Faktoren, die die Gesamtkosten eines Rechenzentrums maßgeblich beeinflussen", sagt Christian Morales, General Manager EMEA bei Intel.
„Im DataCenter 2020 untersuchen und analysieren T-Systems und Intel künftig die Faktoren, die die Gesamtkosten eines Rechenzentrums maßgeblich beeinflussen", sagt Christian Morales, General Manager EMEA bei Intel.
Foto: Intel

"In einem Rechenzentrum können die jährlich anfallenden Kosten für Stromversorgung und Kühlung genau so hoch ausfallen, wie die Investitionen in die IT-Infrastruktur", sagt Christian Morales, Vice President, Sales and Marketing Group, General Manager EMEA, Intel Corporation. "Im heute eröffneten DataCenter 2020 untersuchen und analysieren T-Systems und Intel künftig die Faktoren, die die Gesamtkosten eines Rechenzentrums maßgeblich beeinflussen. Unsere gemeinsamen Forschungen haben das Ziel, einen Plan für die Entwicklung, den Bau und den Betrieb eines ‚Rechenzentrums der Zukunft’ zu entwerfen."

Highlights im RZ-Labor

Highlights im DataCenter 2020 sind unter anderem eine von 2,50 Meter auf 3,70 Meter regulierbare Deckenhöhe sowie ein Rauchgenerator, der Luftströmungen sichtbar macht. Die rund 70 Quadratmeter große Testumgebung sowie ein ebenso großer Technikraum befinden sich im Rechenzentrum von T-Systems. Intel stellt rund 180 Server für das Projekt bereit, die Großkundensparte der Deutschen Telekom die für ihren Betrieb notwendige Infrastruktur. Rund zehn Mitarbeiter beider Unternehmen analysieren die Wechselwirkung verschiedener Elemente im Rechenzentrum ganzheitlich aus Energiesicht - dazu gehören neben den Servern unter anderem Umluftkühler, Raumvolumen und Deckenhöhen oder Wasserkreisläufe. Alleine T-Systems investiert dafür einen größeren einstelligen Millionenbetrag.

Serverschränke, Klimaanlage und Deckensensoren im DataCenter 2020.
Serverschränke, Klimaanlage und Deckensensoren im DataCenter 2020.
Foto: Intel/T-Systems

T-Systems und Intel gewinnen durch das Projekt wichtige Erkenntnisse, die sie dann in den eigenen Rechenzentren umsetzen. Ziel ist es beispielsweise, einen möglichst optimalen PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) von 1,3 in neuen Rechenzentren zu erreichen. Dieser Wert setzt die insgesamt im Rechenzentrum eingesetzte Energie ins Verhältnis zum reinen Rechnerbetrieb. Heutige PUE-Werte für umluftgekühlte Rechenzentren liegen im Schnitt bei 1,7 bis 1,8. Weitere Informationen finden Sie unter der für das Projekt eingerichteten DataCenter 2020 Website.