Web

 

T-Online profitiert vom Breitbandgeschäft

12.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - T-Online konnte im zweiten Quartal 2003 Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter verbessern: Die Einnahmen der Telekom-Tochter stiegen im Jahresvergleich von 367 Millionen auf 449 Millionen Euro und fielen damit vier Millionen Euro höher als im Anfangsquartal 2003 aus. Als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wies der Internet-Service-Provider (ISP) im aktuellen Berichtszeitraum ein Plus von 104 Millionen Euro aus nach nur 42 Millionen im Vorjahresquartal. Bereinigt um Sondereffekte aus Beteiligungsverkäufen kletterte das EBITDA von einer Million auf 80 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem bereinigten EBITDA-Profit von 59 Millionen Euro gerechnet.

T-Online hatte im Mai diesen Jahres einen Sonderertrag von 24 Millionen Euro durch den Verkauf der T-Info GmbH an die Muttergesellschaft erzielt. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen seinen 40-prozentigen Anteil an T-Motion für 41 Millionen Euro seiner Mobilfunkschwester T-Mobile veräußert.

Netto verbuchte das Unternehmen wie erwartet einen Verlust, konnte diesen jedoch im Jahresvergleich von 46 Millionen auf 16 Millionen Euro reduzieren. T-Online begründete das gute Abschneiden im Quartal mit der gestiegenen Rohertragsmarge bei wachsendem Umsatz. Dank des wachsenden Anteils an Breitbandkunden und einer guten Netzauslastung sei die Marge gegenüber dem vorangegangen Dreimonatszeitraum von 56 auf 57,5 Prozent gestiegen. Die Kundenzahl nahm gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf 12,67 Millionen, etwa ein Viertel davon (3,22 Millionen) verfügt bereits über einen Breitbandzugang. Hierzulande beträgt der Anteil mit 3,01 Millionen T-DSL-Nutzern sogar 29 Prozent (Vorjahr 20 Prozent). 1,82 Millionen davon nutzen einen Flatrate-Tarif.

Wegen der erfreulichen Entwicklung erwartet T-Online nun für das Gesamtjahr einen EBITDA-Gewinn von 250 bis 300 Millionen Euro. Bislang hatte das Unternehmen rund 90 Millionen Euro weniger Profit in Aussicht gestellt. (mb)