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T-Mobile und Vodafone schalten MMS-Netze zusammen

07.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die beiden Mobilfunkanbieter T-Mobile und Vodafone haben ihre MMS-Netze (Multimedia Messaging) zusammengeschaltet. Kunden der beiden Carrier könnten ihre Botschaften ab sofort auch in das jeweils andere Netz senden, berichtet der "Focus". "Diese Einigung wird den Boom beschleunigen. Wenn es so weiter geht, haben wir in einem Jahr mindestes eine Million MMS-Kunden", erklärte Vodafone-Chef Jürgen von Kuczlowski gegenüber dem Nachrichtenmagazin.

Bislang meldet Vodafone allerdings erst 30.000 MMS-Kunden - und zählt dabei sicher jeden mit, der einmal ein Bildchen versandt und dann nach einem Blick auf die nächste Handy-Rechnung entschieden hat, die neue Technik vorerst nicht weiter zu nutzen. Anders als beim populären Text-Nachrichtendienst SMS (Short Message Service) wird bei MMS eine Nachricht nicht direkt dem Empfänger zugestellt, sondern auf einer speziellen Web-Seite abgelegt. Von dort kann man sie dann zwar nicht nur mit dem Handy, sondern auch vom PC aus abrufen, aber ohne eine schnelle - und teure - GPRS-Verbindung kommt dabei mobil wenig Spaß auf.

Erschwerend kommt hinzu, dass mit aktuellen Kamera-Handys wie Nokias "7650" oder dem "T68i" von Sony Ericsson mit angedockter "Communicam" geschossene Fotos auf den niedrig auflösenden und zu wenige Farbabstufungen anzeigenden Bildschirmen der Handys selbst nur eingeschränkt in Augenschein zu nehmen sind. Ob MMS also wirklich der von den Netzbetreibern ersehnte neue Umsatzgarant wird, bleibt abzuwarten. (tc)