Messaging Security

Symantec will MessageLabs übernehmen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Symantec ist übereingekommen, den Messaging- und Web-Security-Spezialisten MessageLabs zu kaufen.

Symantec bietet rund 695 Millionen Dollar in bar für MessagLabs. Der Kaufpreis soll zweigeteilt in 310 Millionen Pfund Sterling (MessageLabs sitzt in Großbritannien) und 154 Millionen US-Dollar bezahlt werden - ein hübsches Sümmchen angesichts der 145 Millionen Jahresumsatz von MessageLabs im Ende Juli abgeschlossenen Fiskaljahr 2008.

MessageLabs ist vor allem durch seine gehosteten Spam- und Malware-Filter für E-Mail-Systeme von Unternehmen bekannt. Es schützt derzeit mit seinen SaaS-Diensten (Software as a Service) rund acht Millionen E-Mail-Konten bei über 19.000 Kundenunternehmen. MessageLabs ist damit in diesem Segment der größte Anbieter weltweit, nachdem Konkurrent Postini von Google geschluckt wurde, um die E-Mails von "Google Apps" zu sichern.

Den MessageLabs-Kunden möchte Symantec künftig auch seine aktuellen Online-Dienste (Backup, Storage, Remote Access) andienen und bei einem geplanten Ausbau des eigenen SaaS-Portfolios "Symantec Protection Network" in Richtung Data Loss Prevention, Compliance, Endpoint Security sowie Archivierung von der MessageLabs-Expertise in Sachen Vertrieb, Betrieb und Support von gehosteten Services profitieren.