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Suns Niagara-Server kommen vielleicht noch in diesem Jahr

28.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eigentlich wollte Sun zuerst neue Server auf Basis des Sparc-Prozessors "IIIi+" auf den Markt bringen und danach Maschinen mit dem Highend-Chip "Niagara". Jetzt sieht es so aus, dass die geplante Reihenfolge umgestellt wird. "Wir glauben, dass es für uns und unsere Kunden besser ist, wenn wir die Niagara-Server eher anbieten", erklärte Andy Ingram, Vice President of Marketing für Suns Sparc-Systeme. Der neue Chip enthält acht Prozessorkerne die gleichzeitig jeweils vier Befehle (threads) abarbeiten können. Damit erreicht Niagara im Vergleich zur "Ultrasparc-IIIi"-CPU mindestens den 15fachen Durchsatz.

Analysten erwarten, dass Sun mit den Niagara-Servern neue Kunden für die Sparc-Plattform gewinnen könnte, denn der Prozessor nimmt nur 56 Watt auf. Zum Vergleich: AMDs "Opteron"-CPU tut es nicht unter 95 Watt und Intels "Xeon"-Familie bewegt sich zwischen 90 und 130 Watt. Sun hat nach eigenen Angaben nicht die Kapazität, um gleichzeitig zwei neue Server-Linien auszutesten. Wenn der Hersteller die neue Roadmap einhält, dann könnten Niagara- Maschienn noch in diesem Jahr erhältlich sein.

Der Ultrasparc IIIi+, der ursprünglich noch in diesem Jahr in Systemen ausgeliefert werden sollte, ist für Einstiegs-Server gedacht. Er enthält nur einen Rechenkern und ist single-threaded, arbeitet also nur einen Befehl pro Rechenzyklus ab. (kk)