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Suns Linux-Desktop kommt wohl erst im Sommer

23.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der unter dem Codenamen "Mad Hatter" bekannte Linux-Desktop von Sun Microsystems wird offenbar erst im Sommer und nicht wie früher angekündigt bereits im ersten Quartal 2003 auf den Markt kommen. Eine Betaversion soll es aber "im Frühjahr" geben. Mad Hatter kombiniert Standard-Intel-Hardware mit einem auf Suns ONE basierenden Softwarepaket.

Auch beim Vertriebsmodell geht Sun offenbar andere Wege als bislang gedacht. Die Linux-Desktops sollen nicht von der hauseigenen Vertriebsmannschaft, sondern über OEMs (Original Equipment Manufacturers) und Value Added Reseller (VARs) an den Kunden gebracht worden. Curtis Sasaki, Vice President of Engineering for Desktop Solutions, begründete dies gegenüber "Computerwire" mit der unerwartet starken Nachfrage nach dem Gerät.

Kunden, die bereits entsprechende PC-Hardware besitzen, wird Sun bei Bedarf auch nur den Softwareteil offerieren. Über Konfiguration und Preis des Mad Hatter hält sich der Hersteller noch immer bedeckt. Sasaki erklärte lediglich, es werde sich um mindestens einen Pentium-III-Prozessor handeln. Die Hardware müsse robust genug sein, um einen durchschnittlichen Beschaffungszyklus durchzuhalten. "Das wird kein Low-end-Gerät, weil die PCs drei bis vier Jahre halten müssen", sagte der Sun-Mann. Der Preis müsse noch festgeklopft werden und werde auf jeden Fall "sehr wettbewerbsfähig" ausfallen. (tc)