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Sun strebt Partnerschaft mit Linux-Unternehmen an

07.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sun will künftig die Entwicklung von Linux für hauseigenen Server offenbar nicht mehr selbst übernehmen, sondern mit auf das Open-Source-System spezialisierten Unternehmen zusammenarbeiten. Entsprechende Verhandlungen laufen zur Zeit mit Suse, wie Suse-Sprecher Joe Eckert bestätigte. Laut Jason Miller, Chef des Anbieters von Sun-Linux-Lösungen Incogen, haben auch Gespräche mit Red Hat stattgefunden.

Vor einer Zusammenarbeit mit Sun gebe es jedoch grundsätzliche Dinge zu klären, sagte Mark de Visser, Marketing-Manager bei Red Hat. So ist die Firma nicht mit Suns Einstufung von Linux einverstanden, nach der das System nur für Lowend-Systeme geeignet sei. Auf technischer Ebene seien dagegen kaum Probleme zu erwarten, da die Linux-Versionen von Sun und Red Hat weitgehend identisch seien.

Die Kooperation mit Linux-Spezialisten habe für Sun mehrere Vorteile, glauben Marktbeobachter. So kann das Unternehmen Entwicklungskosten einsparen und von den Linux-Aktivitäten von Softwareanbietern wie Oracle, Veritas und Bea profitieren, die ihre Produkte in der Regel für die Distributionen von Red Hat und Suse zertifizieren, jedoch nicht für Sun Linux. (lex)