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Sun steigt ins Servicegeschäft mit Fremdprodukten ein

30.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sun Microsystems hat angekündigt, das US-amerikanische Servicehaus <a hef="http://www.sevenspace.com" target="_blank">Sevenspace</a> zu übernehmen. Damit kehrt der Konzern offenbar von seiner Strategie ab, IT-Dienstleistungen nur für Produkte aus eigenem Haus anzubieten. Sevenspace ist ein Dienstleister mit rund 100 Angestellten, der sich auf das Remote-Management und -Monitoring von IT-Systemen und Applikationen spezialisiert hat. Mit der von Sevenspace eingesetzten Remote-Management-Technik wird Suns Support-Organisation über ein Verfahren verfügen, mit dem sich Service-Level-Agreements für den Betrieb von Applikationen von SAP, Oracle und Peoplesoft sowie einer Vielzahl von Betriebssystemen anbieten und kontrollieren lassen.

William Martorelli, Analyst von Forrester Research vermutet, dass Sun hauptsächlich Interesse an dem Verfahren und nicht an die Mitarbeiter habe. Trotz zuletzt einiger wirtschaftlicher Probleme im Geschäft mit Managed Services erwarten die Marktforscher für dieses Segment künftig stabile Zuwachsraten. Sun-Konkurrent Hewlett-Packard wächst im Managed-Service-Bereich beispielsweise um 35 Prozent pro Jahr. Allerdings bestätigte Sun bislang nicht, dass eine Abkehr von der bisherigen auf hauseigene Produkte ausgelegten Support-Strategie geplant sei. Nähere Details zur künftigen Ausrichtung der Serviceorganisation wollen die Verantwortlichen bekannt geben, sobald die Akquisition von Sevenspace abgeschlossen ist. Dies erwarten die Beteiligten im März 2005. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. (jha)