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Solaris 7 besteht Feuerprobe

Sun entwickelt auf simulierten Merceds

12.01.1999
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Solaris 7 besteht Feuerprobe

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In Ermangelung echter Hardware muß Sun Microsystems bei der Entwicklung von "Solaris 7" auf simulierte Merced-Chips zurückgreifen. Auf dieser "Pre-Silicon Software Development Environment" läuft das neue 64-Bit-Unix dem Vernehmen nach schon. Bei der Entwicklung früherer Intel-Versionen von Solaris war das laut Marketing-Director Brian Croll ganz anders: "Sun mußte halt einen Intel-Chip kaufen, und dann wurde drauflos gehackt. Jetzt gehören wir zum 'Inneren Kreis'." Rund 95 Prozent von Solaris sind laut Croll Hardware-unabhängig. Die restlichen fünf Prozent, die auch überproportional für die Systemleistung verantwortlich seien, müßten für jede neue Plattform neu geschrieben und getunt werden. Neben Sun haben sich auch fast alle übrigen Unix-Anbieter (Compaq, SGI, Hewlett-Packard und andere) für eine Portierung ihrer Derivate auf Intels kommende 64-Bit-Architektur entschieden. Auch das Freeware-Unix Linux soll in einer angepaßten Version angeboten werden.