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Studie: Viele Online-Shopper wählen nicht das günstigste Angebot

29.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mehr als 50 Prozent der Kunden von Internet-Shops legen beim Online-Kauf mehr Wert auf den Markennamen des Händlers als auf günstige Preise. Das ist das Ergebnis einer Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT), die in Zusammenarbeit mit der US-Website für Comparison-Shopping Dealtime erstellt wurde. Im Rahmen des Berichts wurde anhand von 40 000 Suchanfragen das Kaufverhalten der Benutzer von Preisvergleichsdiensten analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass die Websites von bekannten Händlern im Vergleich zu denen von unbekannten Billiganbietern überproportional gut besucht werden. Der Studie zufolge legen die Kunden mehr Wert auf Serviceleistungen wie Rückgaberecht und eine leichte Bedienbarkeit der Seite als auf einen Preisvorteil. So kann etwa der Online-Buchladen Amazon.com auf Grund seines Markennamens einen um durchschnittlich fünf Prozent höheren Preis für vergleichbare Produkte verlangen als seine weniger bekannten Konkurrenten. Wegen positiven Erfahrungen mit bewährten Internet-Shops sind die Käufer bereit im Durchschnitt bis zu 6,8 Prozent mehr für ein Produkt zu bezahlen.