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Studie: Beratergehälter leicht erholt

23.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine Gehaltsstudie des Online-Karriereportals Jobpilot.de zeigte eine Erholungsphase der Einkommen von Unternehmensberatern auf, die auch der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) bestätigt. Nachdem 2002 das Durchschnittseinkommen der Consultants auf 48.887 Euro fiel, stieg es dieses Jahr wieder auf 50.291 Euro. Traurig: Frauen erhalten für die gleiche Tätigkeit monatlich über 1000 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen - Berater streichen im Schnitt 56.174 Euro im Jahr ein, ihre Kolleginnen nur 42.019 Euro.

Berufsanfänger erhalten durchschnittlich 33.918 Euro. Das Gehaltsgefüge speziell in der Hochphase 1999/2000 sei eindeutig zu hoch gewesen, kommentiert BDU-Präsident Rémi Redley. Nun seien die Berufseinstiegsgehälter auf ein realistisches Maß gesenkt worden. Beschäftigte ohne Führungsaufgaben kommen im Schnitt auf 40.391 Euro, Gruppenleiter erhalten bereits 59.558 Euro und Abteilungsleiter 67.608 Euro. Wer an der Uni studiert hat, verdient durchschnittlich 54.825 Euro, mit Doktorhut steigt das Salär auf 71.610 Euro. Fachhochschulkandidaten bekommen laut Jobpilot-Studie im Schnitt 50.673 Euro, Absolventen einer Berufsakademie schneiden mit 59.570 Euro bemerkenswerterweise deutlich höher ab.

Kleine Firmen zahlen ihren Beratern der Studie zufolge mehr als große: In Unternehmen mit 101 bis 250 Beschäftigten erhalten die Consultants 63.151 Euro jährlich, in Firmen mit 1500 bis 5000 Mitarbeitern 56.141 Euro und ab 5000 Angestellten beträgt das Jahresgehalt nur noch 55.066 Euro. Wer sich Berater ins Haus holt, setzt laut Redley derzeit vor allem auf erfahrene Fach- und Führungskräfte aus Industrie und Wirtschaft mit Projekterfahrung. Diese kosteten zwar Geld, bürgten aber für Erfolg. (es)