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Steve Ballmer stößt 39 Millionen Microsoft-Aktien ab

26.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Steve Ballmer, CEO und zweitgrößter Anteilshalter von Microsoft hat sich nach über einem Jahrzehnt erstmals wieder von Aktien seines Konzerns getrennt: Wie aus einer Mitteilung des weltgrößten Softwareherstellers an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, verkaufte der Topmanager am Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche 39,3 Millionen Anteilscheine. Bei einem Preis von 23,94 bis 24,67 Dollar pro Aktie erlöste Ballmer dabei mehr als 960 Millionen Dollar.

Während die Firmengründer Bill Gates und Paul Allen sowie andere Microsoft-Manager nahezu regelmäßig Microsoft-Aktien veräußern, hatte Ballmer trotz des Kursrückgangs in den vergangenen Jahren seine Anteilscheine geradezu gehortet. Das letzte Mal wurden im April und Mai 1991 25,2 Millionen Microsoft-Papiere von ihm abgestoßen.

Der CEO erklärte in einer Stellungnahme, er vertraue nach wie vor in Microsoft. Grund für den Verkauf sei es, sein Anlage-Portfolio zu diversifizieren. Bei seiner Investment-Strategie wendet sich der 47-jährige nun aber keineswegs komplett von seinem Unternehmen ab, sondern hält immer noch 431,6 Millionen Microsoft-Aktien. (mb)