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Stellent senkt Verluste

03.05.2004

Das US-Softwarehaus Stellent konnte seinen Verlust im vierten Geschäftsquartal 2003/04 (Ende: 31.März) dank steigender Einnahmen deutlich reduzieren: Wie das auf Software für Enterprise Content Management (ECM) spezialisierte Unternehmen bekannt gab, schrumpfte der Nettofehlbetrag gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 6,6 Millionen auf 430.000 Dollar oder zwei Cent pro Aktie. Abzüglich Restrukturierungskosten und anderer Einmalaufwendungen verfehlte die Company aus Eden Prairie, Missouri, mit einem Minus von 12.000 Dollar nur knapp den Break-even. Im Schlussquartal 2002/03 hatte Stellent noch einen Pro-forma-Verlust von 2,9 Millionen Dollar verbucht. Der Umsatz kletterte um 23 Prozent auf 20,6 Millionen Dollar. Dabei stiegen die Lizenzerlöse von knapp zehn Millionen auf 11,3 Millionen Dollar. Die Serviceeinnahmen erhöhten sich von 6,8 Millionen auf 9,3 Millionen Dollar.

Im Gesamtjahr 2003/04 hob die Softwareschmiede ihren Umsatz um 15,9 Prozent auf 75,8 Millionen Dollar an. Gleichzeitig gelang es Stellent, seinen Nettoverlust gegenüber dem Vorjahr von 32,4 Millionen auf 10,5 Millionen Dollar oder 48 Cent pro Aktie zu reduzieren.

Der ECM-Spezialist hat im Januar mit dem Wettbewerber Optika vereinbart, alle ausstehenden Aktien des Unternehmens für zehn Millionen Dollar in bar sowie 4,1 Millionen eigene Aktien aufzukaufen (Computerwoche.de berichtete). Die Übernahme ermöglicht es Stellent, sein Angebot an Software für das Management und den Austausch von Unternehmensinformationen auszuweiten: So konzentriert sich die Company bislang auf Werkzeuge für die Verwaltung von dynamischen Inhalten auf Web-Seiten und Unternehmensportalen. Optika wiederum hat sich auf Imaging- und klassische Archivierungs-Tools spezialisiert. Stellent schätzt, dass der Jahresumsatz dank der Optika-Übernahme im laufenden Geschäftsjahr auf voraussichtlich 100 Millionen Dollar ansteigen wird. (mb)