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Stallman: GNU OS macht noch Probleme

07.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die erste Version des quelloffenen GNU-Betriebssystems (GNU´s not Unix) verzögert sich bis auf weiters, sagte der FSF-Vorsitzende (Free Software Foundation) Richard Stallman. Das System unterstütze im momentanen Entwicklungsstadium keine großen Festplattenpartitionen und habe Probleme mit schnellen seriellen Schnittstellen (High Speed I/O). Laut Stallman liegt die Größe von Partitionen, die noch korrekt erkannt werden, "irgendwo zwischen ein und zwei Gigabyte". Deswegen könne man das System noch nicht mit der Versionsnummer 1.0 herausbringen. Ursprünglich sollte das GNU OS 1.0 bis zum Jahresende fertig werden. Wie lange es dauern wird, die Probleme zu beseitigen, konnte Stallman nicht sagen.

Das quelloffene Betriebssystem basiert auf dem Hurd-Kernel des GNU-Projekts, dessen Entwicklung einst zugunsten des Linux-Kerns zurückgestellt worden war. Außerdem kommt der Mach-Microkernel von GNU zum Einsatz. Die Schwächen von Hurd, die für die Festplattenprobleme verantwortlich sind, sollen korrigiert werden. Dagegen wird der für die Ansprache der I/Os zuständige Mach-Microkernel durch den von der University of Utah bereitgestellten "OSKit Mach" ersetzt. Laut Stallman kann diese Weiterentwicklung des Mach schnelle Schnittstellen problemlos ansprechen. (lex)