Storage-Studie

Speicher-Konsolidierung ist Top-Thema

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Anzeige  Angesichts knapper Kassen ist Speicherkonsolidierung die Optimierungsmaßnahme Nummer eins im Storage-Bereich. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter mittelständischen Unternehmen.
"Unternehmen müssen heute mehr denn je vorhandene Kapazitäten bestmöglich ausnutzen," sagt Karl Fröhlich von speicherguide.de.
"Unternehmen müssen heute mehr denn je vorhandene Kapazitäten bestmöglich ausnutzen," sagt Karl Fröhlich von speicherguide.de.

Die Agentur Fleishman-Hillard und das Fachmagazin speicherguide.de haben die Studie "Optimierung der IT-Storage-Infrastruktur in mittelständischen Unternehmen 2009" vorgestellt. Die Untersuchung liefert unter anderem Erkenntnisse darüber, in welchem Umfang Technologien zur Optimierung von IT-Storage in kleinen und mittleren Betrieben eingesetzt werden. An der Umfrage, die gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Smart-Research durchgeführt wurde, beteiligten sich insgesamt 256 Manager und IT-Fachleute.

Krise beeinflusst Budgets

Angesichts knapper Kassen in vielen Unternehmen überrascht es wenig, dass acht Prozent der Befragten ihre geplanten Neuinvestitionen in IT-Storage-Lösungen komplett eingefroren haben. 51 Prozent mussten teilweise Abstriche machen und sparen, während ein Drittel sämtliche Projekte in diesem Jahr wie geplant durchführen konnte. Positiv stimmt, dass 21 Prozent der Befragten im kommenden Jahr mit einer Erhöhung der IT-Storage-Etats rechnen. 43 Prozent erwarten ein gleich bleibendes Niveau ihrer Speicherinvestitionen für das Jahr 2010.

Das größte Optimierungspotential besteht laut Studie im Bereich Backup und Recovery.
Das größte Optimierungspotential besteht laut Studie im Bereich Backup und Recovery.

Um bestehende IT-Storage-Infrastrukturen zu optimieren, setzen 64 Prozent auf Speicher-Konsolidierung, ersetzen viele kleine Systeme also durch ein zentrales. 47 Prozent geben an, hier auf die (Weiter)entwicklung ihres Speichernetzwerks zu setzen. 35 Prozent nutzen Speicher-Virtualisierung, 29 Prozent Daten-Deduplizierung, um mehr aus ihrer bestehenden Speicherinfrastruktur herauszuholen. Die Schlusslichter bilden hoch entwickelte Technologien wie Thin Provisioning (19 Prozent) und MAID (drei Prozent).

Effizientere Auslastung

Erzielt wurden durch diese Optimierungsmaßnahmen vor allem eine effizientere Auslastung bestehender Speicherinfrastrukturen (55 Prozent) sowie eine bessere Verwaltbarkeit der IT-Storage-Umgebung (43 Prozent). Karl Fröhlich, Herausgeber von speicherguide.de, erklärt das so: "Unternehmen müssen heute mehr denn je vorhandene Kapazitäten bestmöglich ausnutzen. Nur so können sie Ausgaben für neue Hardware einsparen und dennoch wachsenden Datenvolumina gerecht werden. Speicher-Konsolidierung ist ein Ansatz, mit dem sich in Zeiten geschrumpfter Budgets schnell Verbesserungen erzielen lassen."

In den kommenden zwölf Monaten stehen bei den befragten IT-Verantwortlichen die schnellere Datenwiederherstellung (44 Prozent), die Speicher-Konsolidierung (41 Prozent) und kürzere Backup-Zeiten (41 Prozent) auf den vordersten Plätzen ihrer Prioritätenliste. Danach folgen Server-Virtualisierung (39 Prozent), revisionssichere Archivierung (32 Prozent) sowie die Hochverfügbarkeit von Daten (26 Prozent). Die vollständige Studie ist als Print-Version für 110 Euro oder als pdf-Dokument gegen eine Schutzgebühr von 70 Euro bei Fleishman-Hillard erhältlich (telefonisch unter 089/230 316 27 oder per E-Mail unter speicherstudie@fleishmaneurope.com).