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Sparkassen-Deal kommt Beta Systems gelegen

19.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die am Neuen Markt notierte Berliner Softwareschmiede Beta Systems hat von der Sparkassen Informatik GmbH & Co. KG einen mehrjährigen Auftrag zur Lieferung von System-Management-Lösungen erhalten. Die Lizenzvereinbarung umfasst die Daten-Center-, Document/Output- und die Storage-Management-Anwendungen von Beta Systems sowie Wartungs- und Serviceleistungen. Die Laufzeit des Vertrags beträgt vier Jahre. Über den kompletten Auftragswert der Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart, erklärte Investor-Relations-Sprecher Arne Baßler. Allerdings könne Beta Systems im ersten Quartal 2002 mit einem Umsatzvolumen von 1,8 Millionen Euro aus dem Deal rechnen, in dem die "Up-Front"-Lizenzgebühren sowie erste Wartungseinnahmen enthalten seien.

Der Auftrag des IT-Dienstleisters der Sparkasse, der 270 Filialen in den Verbandsgebieten Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland, Rheinland-Pfalz und Westfalen-Lippe versorgt, kommt Beta Systems sehr gelegen. Mit diesem Großauftrag habe man einen "Meilenstein" in den Turnaround-Anstrengungen erreicht, "der die Ergebnisse des ersten Quartals 2002 positiv beeinflussen wird", erklärte Karl-Joachim Veigel, Vorstandsvorsitzender der Berliner Firma. Beta Systems, das im Geschäftsjahr 2001 einen Nettoverlust von 10,5 Millionen Euro ausgewiesen hatte, hofft, dieses Jahr mit einem positiven Ergebnis abschließen zu können.

Die Anleger reagierten erfreut auf die Nachrichten: Das Beta-Systems-Papier legte am heutigen Freitagnachmittag um 2,7 Prozent auf 3,75 Euro zu (Stand: 14:40 Uhr).

Vor kurzem war die Softwareschmiede durch den feindlichen Übernahmeversuch der Deutschen Balaton AG in die Schlagzeilen geraten. Das Unternehmen empfahl seinen Aktionären, diese Offerte abzulehnen (Computerwoche online berichtete). (ka)