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Spam-Filter bekommen schlechte Noten

16.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die von den großen E-Mail-Diensten im Internet eingesetzten Spam-Filter halten bestenfalls knapp drei Viertel der ungewollten Nachrichten auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von E-Testing Labs, das 15 populäre E-Mail-Services unter die Lupe genommen hat. Am besten schnitt AT&T Wordnet ab, deren Filtersoftware des Herstellers Brightmail 73 Prozent der Spam-Mails blockiert. Weit abgeschlagen findet sich an zweiter Stelle AOL, dessen System 40 Prozent herausfiltert. Platz drei belegt Yahoo mit einer Erfolgsquote von 36 Prozent. Die Studie erteilte ferner dem kostenlosen Spam-Filter "Realtime Blackhole List" (RBL) schlechte Noten: Das System blockierte lediglich zwei Prozent von 922 gesendeten Spam-Nachrichten. Dabei filterte die Software sogar eine legitime E-Mail heraus.

Die Studie ist allerdings mit Vorsicht zu genißen, denn sie wurde von Brightmail finanziert. Das Unternehmen wollte seine speziellen Filtermethoden gegen die Systeme anderer testen.