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Soziale Netzwerke treiben Surfer zum Online-Händler

05.09.2006
Zwar sind Suchmaschinen das häufigste Sprungbrett zu Werbe- und E-Commerce-Angeboten, doch auch Communities wie Myspace.com gewinnen an Bedeutung.

Diesen Schluss legt zumindest eine aktuelle Auswertung der Online-Marktforscher von Hitwise nahe. Danach kamen laut Messungen für Ende August 14,93 Prozent aller Besucher US-amerikanischer Werbe- und E-Commerce-Angebote direkt von Google (Upstream visits). Über die Suche von Yahoo ließen sich 4,69 Prozent locken, 2,33 Prozent der Besucher kamen über MSN Search. Der eigentliche Gewinner scheint aber diesbezüglich die Community Myspace.com zu sein, die mit 2,53 Prozent aller Upstream Visits sogar noch MSN überflügelte. Noch vor sechs Monaten lag der Anteil laut Hitwise bei lediglich 1,28 Prozent.

Damit einher geht auch die Bedeutung in punkto Benutzeraufrufe, die Myspace derzeit erlebt. So wuchs die Zahl der Visits im letzten halben Jahr um 67 Prozent, was 4,88 Prozent des gesamten Aufkommens in den USA entspricht. Am häufigsten wurden im August von Myspace aus die Sites von Ebay, Amazon, Gateway, Walmart und Craigslist angesteuert. Laut Bill Tancer, General Manager of Global Research von Hitwise, stehe zwar außer Frage, dass Suchmaschinen die wichtigsten Sprungbretter zu den Angeboten bleiben. Doch sollten Marketiers künftig soziale Netzwerke wie Myspace stärker als bisher in ihren Strategien einbeziehen. (as)