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Sony hebt zuvor gesenkte Jahresziele wieder an

30.01.2007
Der Elektronikkonzern Sony hat trotz eines Gewinnrückgangs im dritten Quartal seine im Oktober drastisch gesenkten Ziele für das Gesamtjahr 2006/2007 wieder leicht angehoben.

Operativ werde nun ein Gewinn von 60 Milliarden Yen (umgerechnet rund 381 Millionen Euro) statt der zuletzt genannten 50 Milliarden angepeilt, teilten die Japaner am Dienstag mit. Beim Betriebsgewinn rechnet Sony nun mit 80 Milliarden Yen, nachdem der Konzern diese Prognose im Oktober auf 70 Milliarden Yen heruntergeschraubt hatte.

Unter dem Strich geht Sony 2006/2007 (bis Ende März) von einem Gewinn von 110 Milliarden Yen aus - zuletzt hatte es hier nur 80 Milliarden Yen in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose bleibt unverändert bei 8,23 Billionen Yen. Grund für die Anhebung sei eine Wende im Elektronikgeschäft und niedrigere Restrukturierungskosten als erwartet. Akku-Probleme und die Preissenkungen für die neue Playstation 3 hatten den Konzern im Oktober veranlasst, seine Gewinnziele zum Teil um mehr als die Hälfte zu senken. Im zweiten Quartal war Sony dann auch wegen der Probleme operativ in die roten Zahlen gerutscht.

Die hohen Kosten für die Playstation 3 machten dem Konzern auch im dritten Geschäftsquartal zu schaffen. Wegen eines hohen operativen Verlusts der Spiele-Sparte verzeichnete der Konzern operativ einen Gewinnrückgang um 15 Prozent auf 178,9 Milliarden Yen. Unter dem Strich fiel der Gewinn um fünf Prozent auf 159,9 Milliarden Yen. Der Umsatz kletterte hingegen unter anderem dank der Nachfrage nach Digitalkameras und Fernsehbildschirmen um zehn Prozent auf den Rekordwert von 2,61 Billionen Yen.

Bei den Sparten verzeichnete das Elektronik-Geschäft operativ einen Gewinnsprung um 68 Prozent auf 177,4 Milliarden Yen. Die Spiele-Sparte verbuchte hingegen einen Verlust von 54,2 Milliarden Yen nach einem Gewinn von 67,8 Milliarden Yen im Vorjahr. (dpa/tc)