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Sony bringt E-Book mit elektronischer Tinte

25.03.2004

Sony hat einen E-Book-Reader vorgestellt, der nach Angaben das weltweit erste Gerät im Handel ist, das elektronische Tinte zur Darstellung von Dokumenten nutzt. Das Display liefert das von Philips finanzierte Startup-Unternehmen E Ink, das Im Mai 2003 erstmals einen kleinen Monitor auf Basis der Technologie vorgestellt hat (Computerwoche.de berichtete)

Das Gerät ist etwa so groß wie ein Taschenbuch und bietet laut Sony auf 10 Megabyte internem Speicher Platz für rund zwanzig Bücher, die via USB vom PC geladen werden. Der Speicher lässt sich über eine Memory-Stick-Schnittstelle erweitern. Der monochrome Bildschirm im 6,0-Zoll-Format verspricht mit einer Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten in etwa Zeitungsqualität. Im Gegensatz zu bei PDAs (Personal Digital Assistants) gebräuchlichen LCD-Displays soll er bei allen Lichtverhältnissen und aus nahezu allen Betrachtungswinkeln gut ablesbar sein.

Die elektronische Tinte benötigt nur Strom, wenn umgeblättert und damit die Darstellung verändert wird. Die vier auswechselbaren Batterien im AAA-Format, mit denen der Reader bestückt wird, liefern laut Sony Energie für 10.000 Seitenwechsel.

Obwohl sich E-Books sowie die dazu gehörenden Anzeigegeräte bislang nicht im Markt durchgesetzt haben, glaubt Sony an ein Geschäft mit digitalen Büchern. Ein Hemmschuh für die Verbreitung war bislang der relativ hohe Preis der Geräte, wobei Sony keine Ausnahme macht. Ab April werden zunächst japanische Käufer zeigen, ob sie umgerechnet rund 350 Euro für das Gerät bezahlen wollen. Zu diesem Preis ist auch ein PDA zu haben, auf dem sich - wenn auch mit weniger Komfort - ebenfalls E-Books anzeigen lassen. (lex)