Jahresprognose bestätigt

Software AG schwächelt wegen Währungseffekten und Flaute in Stammsparte

24.10.2013
Negative Währungseffekte und ein schrumpfendes Datenbankgeschäft haben Deutschlands zweitgrößten Softwarehersteller Software AG im Sommer einen Dämpfer versetzt.

Dank einer starken Entwicklung mit Software zur Optimierung von Geschäftsprozessen (BPE) blieb der Lizenzumsatz im dritten Quartal zwar beinahe konstant, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten einen deutlichen Anstieg erwartet. Hohe Ausgaben für den Vertrieb der BPE-Sparte drückten auf den Gewinn. Der Überschuss sackte um knapp ein Viertel auf 31,1 Millionen Euro ab. Die Darmstädter bekräftigten aber ihre Jahresprognose. Vorbörslich lagen Papiere von Software AG trotzdem vier Prozent im Minus und notierten beim Broker Lang & Schwarz bei 24,76 Euro.

Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG
Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG
Foto: Software AG

Der Umsatz schrumpfte um sieben Prozent auf 238,5 Millionen Euro und damit erheblich stärker als erwartet. Der Rückgang lag zwar am Abbau des Geschäfts mit SAP-Beratungsdienstleistungen. Experten hatten in der Datenbankensparte jedoch mit einer besseren Entwicklung gerechnet. Nun fielen die Rückgänge im Datenbankgeschäft nach einem starken Vorquartal überraschend hoch aus: Der Produktumsatz schrumpfte dort um rund ein Viertel auf 58,9 Millionen Euro.

In der BPE-Sparte lief es umgekehrt. Umsätze, die ursprünglich für das zweite Quartal erwartet waren, kamen nun zum Tragen. Der Produktumsatz stieg um 18 Prozent auf 114,3 Millionen Euro.

An ihren Erwartungen für 2013 halten die Darmstädter fest. Die Software AG peilt für den BPE-Umsatz währungsbereinigt einen Schub um 16 bis 22 Prozent an. Die Erlöse im traditionellen Datenbankgeschäft ETS sollen währungsbereinigt um vier bis neun Prozent schrumpfen. Um Sondereffekte bereinigt, soll der Gewinn je Aktie nach Einschätzung des Vorstands 1,70 bis 1,80 Euro erreichen. Im Juli hatten die Darmstädter angekündigt, dass die Ergebnisse wegen des schwierigeren Marktumfelds jeweils am unteren Ende der ausgegebenen Spannweite liegen könnten. (dpa/tc)