SOA-Governance

Software AG erweitert Registry für die SOA-Verwaltung

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
In der neuen Version CentraSite ActiveSOA führt die Software AG das eigene Registry- und Repository-System mit dem Governance-Tool der aufgekauften Firma Webmethods zusammen.

Der Darmstädter Softwarehersteller positioniert die erweiterte CentraSite-Variante als Schaltzentrale für Service-orientierte Architekturen (SOA). Neben den schon bisher verfügbaren Governance-Funktionen biete das Produkt unter anderem automatisierte Prozesse für die SOA-Steuerung, ein Lifecycle-Management für alle Komponenten und eine neu gestaltete Benutzeroberfläche im Web-2.0-Stil.

Ein Großteil der zusätzlichen Features stammt aus dem ehemaligen Governance-Tool Webmethods Infravio, das die Software AG mit dem Kauf des amerikanischen Konkurrenten erworben hat. Dieses bisher unter dem Namen CentraSite Governance Edition vermarktete Produkt hat der Anbieter mit dem hauseigenen System CentraSite Enterprise Edition verschmolzen. Kunden, die bisher mit der CentraSite Enterprise Edition gearbeitet haben, könnten nun auch auf die Funktionen für das Policy-Management zugreifen, die zuvor über Webmethods Infravio zur Verfügung gestellt wurden. Umgekehrt hätten Benutzer der Governance Edition die Möglichkeit, die Metadaten-Modellierung und das Daten-Management der CentraSite-Plattform zu verwenden (siehe auch: Wie sich Governance planen lässt).

Mit dem erweiterten Angebot stärke die Software AG ihre Position im strategisch wichtigen Marktsegment SOA-Governance, erklärte Vorstandsmitglied Peter Kürpick. Unternehmen könnten mit dem Produkt Entwicklungszeiten verkürzen und den administrativen Aufwand für eine SOA reduzieren.

CentraSite setzt auf einem Registry-Modell auf, das die Spezifikationen UDDI (Universal Description, Discovery and Integration) und JAXR (Java API for XML Registries) unterstützt. Das integrierte Lifecycle Management deckt laut Hersteller den gesamten Lebenszyklus von SOA-Komponenten ab, von der Design-time-Phase bis hin zum laufenden Prozess (Run-time) und späteren Änderungen. Die Software AG hebt unter anderem das Verbundmodell des Produkts hervor. Damit sollen sich Governance-Prozesse und Policies über verschiedene Repositories und SOA-Infrastrukturen hinweg synchronisieren lassen. Nützlich sind solche Mechanismen vor allem für Unternehmen, die viele verschiedene und verteilte SOA-Domänen aufgebaut haben. In solchen Fällen greift CentraSite auf Metadaten aus verschiedenen Repositories zurück und führt die Informationen zusammen.

Mehr zum Thema SOA-Governance finden Sie im CW-Experten-Blog SOA meets BPM.