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Datenintegration

So gelingt die Digitalisierung mit OData

11.04.2017
Von Elisabeth Riemann
SAP zeigt mit OData wie eine nahtlose Integration von Daten aus den unterschiedlichsten Quellen möglich ist. So können Kunden jederzeit und überall ihre Daten sicher und schnell konsumieren.

Im digitalen Zeitalter verlangen wir einen sicheren und dennoch schnellen Zugriff auf unsere Daten. Die Grenze zwischen Berufs- und Privatleben verschwindet zunehmend und somit erwarten wir jederzeit und von überall einen grenzenlosen Datenzugriff für Desktop, Tablet und Mobile. UIs und Apps müssen ansprechend ausgelegt sein und für einen nahtlosen Wechsel zwischen Technologien und Plattformen sorgen. Das sichere Bereitstellen ausgewählter Daten ist das gemeinsame Ziel. Für Konsumenten mag der Weg dorthin zweitrangig sein, für Unternehmen ist die Wahl der richtigen Technologie jedoch erfolgsentscheidend.

Elisabeth Riemann arbeitet seit 2 Jahren im Produktmanagement für die Bereiche Gateway und Messaging.
Elisabeth Riemann arbeitet seit 2 Jahren im Produktmanagement für die Bereiche Gateway und Messaging.
Foto: SAP SE

Ein standardisiertes Protokoll als Lösung

Daten aus verschiedenen Quellen in Mashup-Szenarien publizieren zu können, erfordert einen hohen Grad an Flexibilität. Hierfür bietet das OASIS Konsortium [1], zu dem SAP als Mitglied zählt, mit dem Open Data Protocol (OData) ein standardisiertes Protokoll für das Entwickeln und Konsumieren von RESTful-APIs.

Unterwegs muss jeder Datenzugriff sicher und einfach sein.
Unterwegs muss jeder Datenzugriff sicher und einfach sein.
Foto: SAP SE

Unternehmen und Entwickler schätzen OData, weil es ein standardisiertes Programmieren ermöglicht und erlaubt, Daten aus Backendsystemen effizient und sicher bereitzustellen. Änderungen lassen sich leicht nachvollziehen und einmal definierte Funktionen und Aktionen können immer wieder verwendet werden. RESTful OData APIs sind vor allem leicht zu konsumieren, denn die Metadaten bilden eine maschinell lesbare Beschreibung des Datenmodells und dies lässt wiederum generische Tools und Proxys zu. Solch ein generischer Ansatz spart Zeit und Geld.

Für Entwickler heißt es "OData - the best way to REST"
Für Entwickler heißt es "OData - the best way to REST"
Foto: SAP SE

OData verknüpft

SAP nutzt OData, um wertvolle Daten mit neuen Technologien zu verknüpfen. In ABAP, die proprietäre Programmiersprache der SAP, wird der gesamte OData-Entwicklungsprozess unterstützt. In der Cloud steht SAP Web IDE, eine dedizierte Entwicklungsumgebung für SAP Fiori und SAPUI5, zur Verfügung und für ein einfaches Definieren und Verwalten von OData Services im Backend gibt es den Service Builder von SAP Gateway. So lassen sich ausgewählte Backend-Daten über verschiedene Technologien schnell und einfach auf den neuesten UIs für jedes Gerät zur Verfügung stellen.

Java-Entwickler können die Apache Olingo OData Server Library verwenden, die sowohl die OData-Versionen 2.0 und 4.0 unterstützt. Der entscheidende Unterschied besteht durch die optimierten Query-Optionen und das JSON-Format für kleinere Payload bei gleichen Datenmengen, was eine noch bessere Performance mit Version 4.0 ergibt.

OData bei SAP

SAP Fiori nutzt OData, um eine personalisierte und vereinfachte Benutzererfahrung Ihrer SAP-Anwendungen anzubieten. Ausgewählte SAP-Applikationsdaten werden aus Backendsystemen extrahiert und auf modernen, rollenbasierten UIs für jedes Gerät optimiert aufbereitet. Dank OData genießen Benutzer von SAP Fiori höhere Produktivität durch ein gefälliges UX-Design, das auf ihre wichtigsten Aufgaben und die dazu gehörenden Datensätze zugeschnitten ist.

SAP Fiori für eine personalisierte und vereinfachte Benutzererfahrung.
SAP Fiori für eine personalisierte und vereinfachte Benutzererfahrung.
Foto: SAP SE

SAP setzt OData in vielen weiteren Applikationen ein. Über SAP API Business Hub greifen Anwender direkt auf die REST/OData basierten APIs von SAP-Anwendungen wie SAP ERP, SAP S/4HANA und SAP HANA oder von SAP SuccessFactors, SAP Ariba, SAP Fieldglass und SAP Hybris zu.

OData verbindet

Die Digitalisierung beeinflusst unsere Wirtschaft, unsere Kultur, unser Denken und somit prägt sie das Leben jedes Einzelnen. Für Unternehmen gilt es, die richtigen Investitionen in die Zukunft zu machen, aber gleichzeitig bleibt die Verantwortung für das Bestehende und die damit verbundenen Kosten. Entwickler schätzen die leichte Handhabbarkeit und Flexibilität von OData und durch die kürzere Entwicklungszeit können neue Produkte schneller auf den Markt gebracht werden. Als Konsumenten schätzen die meisten von uns OData höchstens unbewusst, wenn wir Apps verwenden, die unser Leben in der digitalen Welt vereinfachen und auf positive Weise verändern.

Wir schätzen OData höchstens unbewusst, wenn unser digitales Leben auf positive Weise verändert wird.
Wir schätzen OData höchstens unbewusst, wenn unser digitales Leben auf positive Weise verändert wird.
Foto: SAP SE

OData trifft die richtige Balance und bringt existierende Daten, neue Technologien und Menschen harmonisch zusammen. Entdecken Sie OData und überzeugen Sie sich selbst.

[1] Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS) ist ein internationales gemeinnütziges Konsortium für die Standardisierung von Informationsformaten.

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Die Autorin: Elisabeth Riemann studierte an der University of Warwick in Großbritannien und hat über 15 Jahre Berufserfahrung bei der SAP SE. Seit 2 Jahren arbeitet sie im Produktmanagement für die Bereiche Gateway und Messaging. Der Hauptfokus ihrer Tätigkeit ist die Integration von SAP-Systemen mit alternativen Benutzeroberflächen und die Einbeziehung von externen Informationsquellen zur Datenanreicherung.