Kapitalspritze der Mütter

Smartphones bringen Sony Ericsson zurück in die Gewinnzone

16.04.2010
Der Handyhersteller Sony Ericsson ist nach der Einführung neuer Smartphones wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt.
Das "Xperia X10 Mini Pro" von Sony Ericsson
Das "Xperia X10 Mini Pro" von Sony Ericsson

Wie das schwedisch-japanische Unternehmen am Freitag in Stockholm mitteilte, brachte das erste Quartal 2010 einen Nettogewinn von 21 Millionen Euro nach einem Verlust von 167 Millionen Euro im Schlussquartal des letzten Jahres. Vor Jahresfrist hatte Sony Ericsson noch ein Minus von 293 Millionen Euro zu verkraften.

Konzernchef Bert Nordberg erklärte, er sei "erfreut über die positiven Auswirkungen neuer Modelle sowie von Umstrukturierungsmaßnahmen". Sony Ericsson galt als Spätstarter bei den gewinnträchtigen Smartphones. Beim Umsatz lag Sony Ericsson mit 1,4 Milliarden Euro unter den Vergleichszahlen des Vorjahres und den letzten drei Monaten 2009 mit jeweils 1,7 Milliarden Euro.

Der Handy-Absatz lag mit 10,5 Millionen verkauften Einheiten um 28 Prozent unter der Zahl zwölf Monate zuvor. Das sei aber vor allem ein Ergebnis der Konzentration auf anspruchsvollere Modelle, meinte Nordberg. Der Durchschnittspreis je verkauftem Sony-Ericsson-Handy stieg um zwölf Prozent auf 134 Euro. Dabei wirkten sich auch positive Währungseffekte aus. Weltweit hat das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Marktanteil von vier Prozent.

Für das gesamte Jahr 2010 erwartet der Handyanbieter ein "leichtes Wachstum» für die Branche. Nach den hohen Verlusten seit Anfang 2009 haben die Mutter-Konzerne Sony und Ericsson im ersten Quartal dieses Jahres zu gleichen Teilen 150 Millionen Euro Kapital bereitgestellt. (dpa/tc)