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Siemens zieht Konsequenzen aus Xelibri-Flop

24.05.2004

Siemens mobile beendet sein Experiment, Handys als Modeaccessoires zu verkaufen: Es werde keine neuen Kollektionen der Marke "Xelibri" (Computerwoche.de berichtete) mehr geben, bestätigte ein Firmensprecher gegenüber dem "Handelsblatt". Die diesbezügliche Entscheidung fiel demnach bereits vor knapp einem Monat aufgrund mangelnden wirtschaftlichen Erfolgs der technisch eher simplen Geräte, die dafür in "extravaganten" Designs, beispielsweise im Puderdosen-Look, daher kamen.

Beim Start Anfang letzten Jahres hatte Siemens ursprünglich vorgehabt, die Xelibris über Modegeschäfte und Kaufhäuser zu vertreiben und damit seinen weltweiten Marktanteil deutlich zu erhöhen, allerdings ohne Erfolg. Eine Eingliederung in die Siemens-Sparte ICM (Information and Communication Mobile) und eine Ausweitung des Vertriebs auf Elektronikfachmärkte nutzte auch nichts - Ende vergangenen Jahres musste ICM auf nicht verkaufte Lagerbestände hohe Abschreibungen vornehmen. Über die weitere Vermarktung des Namens Xelibri sei noch keine Entscheidung gefallen, heißt es weiter. (tc)