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Siemens Com gründet Tochter für Endkundengeräte

02.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zum 1. Oktober wird die Communications-Sparte (Com) des Münchner Siemens-Konzerns ihr Geschäft mit Endkundengeräten (CPE = Customer Premises Equipment, vor allem die "Gigaset"-Produkte) in die 100-prozentige Tochterfirma Siemens Home and Office Communication Devices GmbH auslagern. An deren Spitze dieses Unternehmens mit 3700 Mitarbeitern und rund einer Milliarde Euro Umsatz stehen die bisherigen CPE-Geschäftsgebietsleiter Paul Reitmeier und Thomas Kresser.

Die neue Tochter zeichne verantwortlich für Entwicklung, Fertigung und Vertrieb der Gigaset-Familie. Unter dieser Marke bietet Siemens Com schnurlose Telefone (Festnetz und Voice-over-IP), Breitband-Produkte und "vernetzte Sprach-, Daten- und Multimedialösungen für Heim- und Büroanwendungen" an.

"Wir wollen ein führender Anbieter im Bereich der Sprach-, Daten- und Videokommunikationsgeräte werden - ein Markt, der bis 2010 schätzungsweise einen Wert von 16 Milliarden Euro haben wird", sagte Com-Chef Lothar Pauly. "Dabei werden wir eng mit führenden Telekommunikationsgesellschaften zusammenarbeiten und die passenden Geräte für ihre Triple-Play-Strategie bereitstellen." Triple Play bedeutet die Übertragung von Fernsehen, Internet-Telefonie und -Zugang über eine gemeinsame Breitbandleitung.

Siemens Com werde eng mit Home and Communication Devices kooperieren und seinen Kunden auch weiterhin Komplettlösungen anbieten, so Pauly weiter. (tc)