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Siemens Business Services muss weiter sparen

20.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Paul Stodden, Leiter der Sparte Siemens Business Services (SBS) beim Münchner Konzern, rechnet laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung nicht damit, dass es im laufenden Jahr wieder aufwärts geht. Auch im Fall einer Konjunkturbelebung werde die Nachfrage nach IT nicht sofort anziehen. Daher rechne er im laufenden Geschäftsjahr bei rückläufigen Umsätzen mit einem Ergebnis etwa auf Vorjahresniveau. Noch vor wenigen Monaten war Stodden von einem wachsenden Gewinn ausgegangen. Um das Ziel zu erreichen, 2004 eine Ebit-Marge von fünf bis sechs Prozent zu erwirtschaften, muss der Siemens-Vorstand seinen Sparkurs verschärfen. Aktuell beträgt die Marge magere 1,7 Prozent. Den Rotstift setzt Stodden zuerst bei seinen Mitarbeitern an. So werde es keine Lohnerhöhungen für übertariflich bezahlte Mitarbeiter geben.

Sonderzulagen würden künftig auf Lohnerhöhungen angerechnet. Außerdem sollen den SBS-Angestellten verstärkt Teilzeitmodelle und Sabbaticals angeboten werden. Trotz des Sparzwangs sieht der SBS-Chef seinen Bereich auf dem richtigen Weg. So stehe die Servicesparte heute wesentlich besser da, als im Dezember 2001, als er den Bereich von seinem Vorgänger Friedrich Fröschl übernommen hatte. Probleme aus den Jahren 2000 und 2001 seien weitgehend abgearbeitet. Statt Verlusten in dreistelliger Millionenhöhe stünden heute zumindest wieder schwarze Zahlen am Ende der Bilanz. (ba)