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Siemens: Acht Prozent mehr Umsatz im zweiten Quartal

26.04.2001
"Das Umfeld wird zunehmend schwieriger"

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Siemens hat heute seine Bilanz für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Diese fällt ernüchternd aus - der Münchner Konzern konnte sich (insbesondere im Bereich Information & Communication) dem allgemeinen Branchen(abwärts)trend nicht entziehen. Das Konzernergebnis (ohne Infineon) stieg gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent auf 562 Millionen Euro; der Umsatz wuchs um acht Prozent auf 19,2 Milliarden Euro. Infineon mitgerechnet ging der Konzerngewinn um elf Prozent zurück. Der ehemalige Halbleiterbereich hatte seine Zahlen bereits vor einigen Tagen veröffentlicht (Computerwoche online berichtete). Für das erste Halbjahr stieg der Konzerngewinn (Infineon mitgerechnet) um neun Prozent auf 1,356 Milliarden Euro, die Einnahmen erhöhten sich

um 15 Prozent auf 41,1 Milliarden Euro.

Der Ausblick auf das gesamte Geschäftsjahr fiel verhalten aus: Während die Bereiche Power Generation, Transportation Systems und Medical Solutions sich erfreulich entwickelten, wachse Information & Communication analog zur gesamten Industrie langsamer, und auch die Sparte Automation and Control bekomme die Auswirkungen des weltweiten Konjunkturabschwungs zu spüren. "Wir erwarten, dass das Geschäftsumfeld in den nächsten Monaten noch schwieriger wird", erklärte Konzernchef Heinrich von Pierer. Er habe deswegen "die operativen Bereiche angewiesen, ihre Pläne auf das veränderte Umfeld einzustellen" und halte es für angebracht, sich mit konkreten Ergebnisaussagen für die beiden nächsten Quartale zurückzuhalten, so der Siemens-Chef.

Die Anleger reagieren entsprechend besorgt. Im frühbörslichen Handel fiel der Siemens-Kurs bereits um knapp fünfeinhalb Prozent auf 121 Euro (Stand: 10.45 Uhr).