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Sieben UMTS-Bewerber in Italien zugelassen

04.09.2000
Telekom bemüht sich um schwedische Lizenz

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das italienische Kommunikationsministerium hat sieben der acht Bewerber um die fünf UMTS-Mobilfunkfrequenzen (Universal Mobile Telecommunication System) des Landes zugelassen. Dem Konsortium aus süditalienischen Kleinunternehmen, Anthill, wurde die Teilnahme an der Auktion verweigert. Bereits zuvor gab es Gerüchte in der italienischen Presse, dass das Unternehmen auf Grund seiner undurchsichtigen Zusammensetzung keine Zulassung erhalten werde. Anthill hat unterdessen angekündigt, gegen die Entscheidung Einspruch zu erheben. Nach Angaben eines Regierungssprechers nehmen nun die vier GSM-Netzbetreiber (Global System for Mobile Communications) Telecom Italia Mobile, Omnitel-Pronto Italia (Vodafone), Wind (France Télécom) und Blu (British Telecom) sowie die drei Neueinsteiger TU Mobile, Ipse (Telefónica/Sonera) und Andala (Tiscali/Hutchison) an dem Auktionsverfahren teil (CW Infonet berichtete).

In Schweden haben sich zehn Firmen für insgesamt vier Lizenzen der dritten Generation beworben. Auch die Deutsche Telekom wird gemeinsam mit dem norwegisch-schwedischen Unternehmen Utfors und dem Mischkonzern ABB im Rahmen des Konsortiums Mobility4Sweden an dem Verfahren teilnehmen. An dem Joint Venture hält die Telekom-Tochter T-Mobil 45 Prozent, Utfors 29 Prozent und ABB 26 Prozent. Die schwedische Regierung will wie Frankreich, Finnland und Spanien ihre UMTS-Lizenzen nicht im Rahmen einer Auktion, sondern voraussichtlich im November dieses Jahres zu einer Gebühr von rund 11 000 Dollar und einer Umsatzbeteiligung von 0,5 Prozent jährlich vergeben.