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Siebel kündigt Dividendenzahlung an

09.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um wütende Investoren zu beruhigen, hat der US-Softwareanbieter Siebel Systems auf der Hauptversammlung am gestrigen Mittwoch die Aufnahme einer vierteljährlichen Dividendenzahlung bekannt gegeben. Mit einer Quartalsdividende von 2,5 Cent je Anteilschein werden die Aktionäre am 15. Juli erstmals an dem immensen Barmittelbestand des CRM-Spezialisten (CRM = Customer Relationship Management) von rund zwei Milliarden Dollar beteiligt. Die dabei zu zahlenden rund 13,5 Millionen Dollar pro Quartal reichen allerdings bei weitem nicht an den von vielen Anlegern geforderten Aktienrückkauf in Höhe von einer Milliarde Dollar heran.

"Wir glauben, es ist am besten, den langfristigen Shareholder Value zu erhöhen und gleichzeitig unsere finanzielle Stärke und Flexibilität aufrecht zu erhalten, um Wachstumschancen zu nutzen", erklärte Siebel-CEO George Shaheen dazu in einem offenen Brief an die Anleger. Das Unternehmen habe zusammen mit Beraten alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft und beschlossen, das Geld für mögliche Akquisitionen aufzuheben. Diese sollen laut Shaheen stattfinden, wenn die geplanten Kostensenkungen umgesetzt wurden. So beabsichtigt Siebel, seine Quartalskosten durch eine Vereinfachung der Vertriebs- und Service-Organisation um 14 Millionen Dollar zu senken.

Gleichzeitig habe die Company nun einen Weg entdeckt, die Aufwendungen um weitere zehn Millionen Dollar zu reduzieren, teilte Siebel-CEO Shaheen mit. Die Einsparungen sollen dem Unternehmen dabei helfen, die operative Marge bis Ende 2005 auf 15 Prozent zu steigern. Später würden dann Renditen von 20 Prozent und mehr angepeilt. (mb)