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Siebel gibt Umsatz- und Gewinnwarnung aus

07.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der CRM-Anbieter Siebel Systems hat am vergangenen Freitag nach Börsenschluss seine Umsatzprognose für das abgelaufene erste Quartal gesenkt. Wegen der schwachen Nachfrage rechnet das kalifornische Softwarehaus nun nur noch mit Einnahmen zwischen 330 Millionen und 335 Millionen Dollar, der Nettogewinn soll bei drei bis fünf Millionen Dollar beziehungsweise einem Cent pro Aktie liegen. Laut Umfrage von First Call Thomson gingen die Analysten bislang im Schnitt von Erlösen in Höhe von 386,9 Millionen Dollar und einem Plus von vier Cent je Anteil aus. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte der SAP-Konkurrent bei Einnahmen von 477,8 Millionen einen Nettoprofit von 64,6 Millionen Dollar oder zwölf Cent pro Aktie erwirtschaftet.

Wegen der unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Situation hätten sich einige wichtige Auftragsabschlüsse nach hinten verschoben, sagte Konzernchef Tom Siebel in einer Telefonkonferenz. Ohne diese Verzögerungen hätte sein Unternehmen die internen Vorgaben bei Lizenzumsatz und Ergebnis erreicht. Siebel schätzt, dass in den ersten drei Monaten lediglich Softwarelizenzen im Wert von 112 Millionen Dollar verkauft wurden - erwartet wurden ursprünglich 130 bis 150 Millionen Dollar. (mb)