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SHS steigert Verluste

14.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Münchner IT-Beratungsunternehmen SHS Informationssysteme AG weitete seinen Nettoverlust im ersten Halbjahr 2002 auf 2,71 Millionen Euro aus, nachdem im vergleichbaren Vorjahreszeitraum noch ein Nettodefizit von einer Million Euro ausgewiesen worden war. Das Unternehmen begründete den Anstieg mit vergleichsweise höheren Abschreibungen und Zinsaufwendungen. Abzüglich dieser beiden Posten und vor Steuern (EBITDA) kletterte der Gewinn leicht von 260.000 auf 350.000 Euro.

Die Einnahmen der auf TK-Unternehmen und Finanzdienstleister spezialisierten Berater blieben mit 15,5 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau (15,4 Millionen Euro). Während SHS dabei in Deutschland eine starke Investitionszurückhaltung verzeichnete, entwickelten sich die Geschäfte bei der spanischen Tochter SHS gut und konnten den Umsatzeinbruch im Heimatland ausgleichen. Insgesamt trug die Tochter 64,4 Prozent zu den Gesamteinnahmen bei. Nachdem sich die gesamtwirtschaftliche Lage verschärft hat und die erwartete Marktbelebung im ersten Halbjahr ausblieb, rechnet das Münchner Unternehmen erst im vierten Quartal mit einer Verbesserung der Auftragslage. Die liquiden Mittel am 30. Juni bezifferte SHS mit lediglich 300.000 Euro (Vorjahr: 200.000 Euro). Gleichzeitig verfügen die Berater aber nach eigenen Angaben über freien Kreditlinien von über 2,5 Millionen Euro. (mb)