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SGI stellt neue Numa-Server vor

25.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einer Reihe neuer Multiprozessor-Rechner hofft die finanziell angeschlagene SGI auf bessere Geschäftsergebnisse. Die "SGI-3000"-Maschinen basieren auf einer überarbeiteten Numa-Architektur (Numa = Non Uniform Memory Access), die sich insbesondere durch eine modulare Bauweise auszeichnet. Damit lassen sich Systeme mit maximal 512 Mips-CPUs unter dem Unix-Derivat "Irix" konfigurieren.

Der Hersteller aus dem kalifornischen Mountain View zielt auf Anwender aus den Bereichen Industrie, Medien, Forschung und Medizin, die sehr rechenintensive Applikationen fahren. Dazu zählen beispielsweise Aufgaben in der Automobil- und Flugzeugentwicklung, in der Finanzanalyse oder der Klimaforschung. SGI konnte eigenen Angaben zufolge das US-amerikanische Nasa Ames Research Center als einen der ersten Kunden gewinnen.

Das neue Portfolio besteht aus der Server-Linie "SGI Origin 3000" und den Visualisierungssystemen "SGI Onyx 3000". SGI nennt die zugrunde liegende Technik "Numaflex". Aus einem Baukastensystem mit standardisierten Modulen, so genannten Bricks, sollen sich Kunden genau die Konfiguration zusammenstellen, die sie gerade benötigen. Der Hersteller hat dazu verschiedene Modultypen entwickelt, die sich jeweils individuell kombinieren lassen. So existieren etwa CPU-Module ("C-Brick"), PCI-Erweiterungen ("P-Brick"), Disk-Storage-Einheiten ("D-Brick") oder Baugruppen, die ein komplettes Grafiksubsystem ("G-Brick") vom Typ "Inifinite Reality" enthalten.

Ein Shared-Memory-System mit zwei bis 512 Prozessoren lässt sich mit maximal 1 TB Arbeitsspeicher und bis zu einem Petabyte Online-Massenspeicher ausrüsten. Für große Visualisierungssysteme können Anwender maximal 16-Grafik-Pipelines in einem Rechner zusammenstecken. Neben dem Shared-Memory-Modus sind auch Cluster-Konfiguration der Numa-Systeme realisierbar.