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Serena kauft Data Scientific

29.03.2006
Change-Management-Spezialist stärkt sich im Bereich IT-Assets.

Wie jetzt erst bekannt wurde, hat der auf Produkte für das Change-Management spezialisierte Anbieter Serena Software im vergangenen Monat die Firma Data Scientific Corp. übernommen. Die bislang nicht veröffentlichte Akquisition wurde gestern von Serena-President und CEO Mark Woodward in einem Gespräch mit dem Online-Dienst Computerwire bestätigt. Details zu dem Geschäft gab es allerdings nicht.

Data Scientific besitzt System-Management-Produkte zur Verwaltung von IT-Assets, für das Performance-Monitoring sowie zur Sicherung von IT-Services und zur Analyse von File-Systemen. Für Serena besonders wertvoll ist die Technik für das Asset-Management, die im Gegensatz zu vielen Konkurrenzlösungen ohne Softwareagenten auskommt. Sie analysiert Unternehmensnetze und sammelt automatisch Daten über die darin eingebundenen Knoten. Serena sieht in der Verwendung dieser Tools eine gute Möglichkeit, die mit dem hauseigenen Produkt "Dimensions" angebotene Configuration Management Database (CMBD) mit wichtigen Informationen anzureichern. Darauf aufbauen sollen dann die von Serena offerierten Programme für Team- und Defect-Tracking, um so Veränderungen im gesamten IT-Asset kontrollieren beziehungsweise planen zu können. Woodward bezeichnet die Technikintegration als strategischen Schritt seines Unternehmens hin zu Lösungen für "IT Change Governance". Weitere Firmenübernahmen in diese Richtung lägen nahe.

Serena selbst wurde im vergangenen November für 1,2 Milliarden Dollar von der Buyout-Firma Silver Lake Partners gekauft und anschließend von der Börse genommen. Woodward bekräftigt nochmals die positiven Auswirkungen dieses Schritts für sein Unternehmen: Die Kosten für eine Sarbanes-Oxley-Compliance sowie für die Einhaltung anderer börsenrelevanter Regularien hätten ebenso wie der ständige Druck, sich hinsichtlich der ohnehin unterbewerteten Aktienkurse auf kurzfristige Ziele konzentrieren zu müssen, die Finanzierung einer langfristigen Unternehmensstrategie erschwert. In einer privat geführten Firma sei dies nun anders. (ue)