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Sendo verklagt Microsoft wegen Z100-Fiasko

27.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der britische Handyhersteller Sendo Holdings Plc. hat gemeinsam mit einigen Töchtern Konsequenzen aus der aufgrund von Schweigeabkommen undurchschaubaren Abkündigung seines geplanten Smartphones "Z100" (Computerwoche online berichtete) gezogen und seinen früheren Softwarepartner Microsoft wegen Vertragsbruchs Ende vergangener Woche vor dem US-Bezirksgericht im texanischen Texarkana verklagt. Nach Aussagen der Sendo-Sprecherin Marijke van Hooren geht es um "Hunderte von Millionen Dollar" Schadenersatz.

Die Klageschrift listet insgesamt 13 Vorwürfe auf, unter anderem Betrug und Vertragsbruch, und wirft Microsoft unter anderem vor, es habe den kleinen Partner unter anderem durch eine strategische Investition hinters Licht geführt, um sich in Wahrheit Zugriff auf dessen Technik zu verschaffen und diese an Konkurrenten wie die taiwanische High Tech Computer (HTC) weiterzugeben. Microsoft-Sprecher John Murchison hielt sich vorerst bedeckt: "Die Klageschrift liegt uns noch nicht vor, sodass ich gegenwärtig nicht in der Lage bin, die Angelegenheit zu kommentieren." (tc)