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Sega plant Internet-Handys

05.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der bislang ausschließlich mit Spielekonsolen und professionellen Arcade-Machines am Markt vertretene japanische Unterhaltungselektronikkonzern Sega Enterprises hat eine strategische Kooperation mit dem US-Anbieter Motorola geschlossen. Die Partner wollen gemeinsam Internet-fähige Handys bauen, die mittels bislang nur in der "Dreamcast"-Konsole eingesetzter Technik breitbandig Daten (unter anderem Spiele und Videos) empfangen können. Die Geräte sollen im Frühjahr 2001 in den US- und weltweiten Handel kommen. Die Börse reagierte erfreut, der Sega-Kurs stieg nach Bekanntwerden der Nachricht um knapp 20 Prozent. Im vergangenen Monat hatte Sega im dritten Jahr in Folge einen Verlust ausgewiesen. Kurze Zeit später musste dann noch Konzernchef Shoichiro Irimaji wegen der unerwartet schlechten Dreamcast-Umsätze seinen

Hut nehmen.