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Seagate warnt vor schwächerem Ergebnis

07.04.2004

Der US-Festplattenhersteller Seagate hat seine Prognosen für das dritte Geschäftsquartal 2003/04 (Ende: 2. April) erneut gesenkt: Wegen der saisonal schwachen Nachfrage rechnet das Unternehmen aus dem kalifornischen Scotts Valley nun nur noch mit einem Gewinn von sechs bis acht Cent je Aktie. Anfang März hatte Seagate bereits gewarnt, der Profit werde "am unteren Ende" der zuvor avisierten Spanne von 20 bis 30 Cent pro Aktie liegen (Computerwoche.de berichtete). Laut Umfrage von Thomson First Call waren die Analysten im Schnitt von einem Plus in Höhe von 21 Cent je Anteil ausgegangen. Nicht berücksichtigt in den Prognosen ist eine Steuergutschrift in Höhe von 125 Millionen Dollar oder 25 Cent je Aktie.

Seagate erklärte, es sei in der früheren Schätzung noch von einer normalen Nachfrage im März sowie einer stabilen Wirtschaft ausgegangen. Wie sich zeigte, wurde das Ergebnis jedoch deutlich von dem schwachen Geschäft mit Notebook-Festplatten belastet. Zudem säßen die Distributoren im Enterprise-Storage-Bereich auf einem Lagerbestand von zwei Millionen Einheiten, nachdem das Unternehmen beschlossen hatte, die Preise zu Quartalsende nicht zu senken. Außerdem lieferte das Unternehmen im Berichtszeitraum mehr Produkte an OEM-Hersteller als an direkte Vertriebskanäle, was die Gewinnspanne drückte. Die Resultate für das Berichtsquartal wollen die Kalifornier am 20. April bekannt geben. (mb)