Bitkom-Präsident

Scheer einstimmig im Amt bestätigt

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
August-Wilhelm Scheer wurde als Präsident des IT-Bundesverbands Bitkom auf der Jahrestagung in Hamburg einstimmig zu einer weiteren Amtszeit verpflichtet.

August-Wilhelm Scheer wird für weitere zwei Jahre als Präsident des Bitkom die Hightech-Industrie in Deutschland vertreten. Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden die Vizepräsidenten René Obermann (Deutsche Telekom), Heinz-Paul Bonn (GUS Group) und Achim Berg (Microsoft). Alter und neuer Schatzmeister ist Prof. Dieter Kempf (Datev). Neu ins Präsidium aufgenommen wurden Vodafone-Chef Friedrich Joussen, der neue Deutschlandchef von Telefónica o2, René Schuster, sowie SAP-Vorstand Jim Hagemann Snabe. Sieben weitere Führungspersönlichkeiten der ITK-Branche wurden in ihren Mandaten bestätigt.

August-Wilhelm Scheer bleibt an der Spitze des Bitkom-Verbands.
August-Wilhelm Scheer bleibt an der Spitze des Bitkom-Verbands.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Manager-Schelte richtete Scheer einen dringenden Appell an die Politik: „Politik und Wirtschaft müssen gerade in der Krise enger zusammenarbeiten, um Arbeitsplätze zu erhalten und neu zu schaffen. Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen nicht weiter." Den ausufernden Forderungen nach öffentlicher Unterstützung und weiteren Eingriffen setzte Scheer entgegen, dass sich der Staat darauf konzentrieren müsse, investitionsfördernde Rahmenbedingungen zu setzen. Nur im absoluten Ausnahmefall dürfe er direkt in das Marktgeschehen eingreifen. „Direkte Hilfsmaßnahmen für Unternehmen müssen sich auf wenige, industriepolitisch sehr gut begründete Einzelfälle beschränken", sagte Scheer. „Wer den Staat in schlechten Zeiten ruft, wird ihn in guten Zeiten nicht mehr los."