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SAPs Solution Manager soll R/3-Migration erleichtern

12.10.2005

BREMEN (COMPUTERWOCHE) - Mit dem "Solution Manager 4.0" sollen SAP-Anwender in der Lage sein, leichter als bisher einen Wechsel von R/3 auf Mysap ERP 2004 zu vollziehen. Mit dem Zusatzwerkzeug "RBE Plus" von IBIS Prof. Thome AG lassen sich die Prozesse zum Beispiel eines R/3 4.6C quasi per Reverse Engineering in den Solution Manager einlesen und mit den im neuen ERP-Produkt verfügbaren Funktionen vergleichen. Dieses Wissen war auch zuvor schon zugänglich, das Sammeln jedoch aufwändiger.

Darüber hinaus erhält das Produkt ein besseres Benutzer-Interface für die Komponente "Service Desk". Drittprodukte wie etwa "Action Request System" lassen sich über Schnittstellen ankoppeln, dies gilt auch für System-Management-Lösungen von HP, BMC Software und Mercury Interactive. Hier hat die SAP auf die Wünsche von Kunden reagiert, die Informationen zu SAP-Systemen in übergeordneten Verwaltungskonsolen sichtbar machen können. Die Anwendervereinigung "DSAG" hatte zahlreiche Entwicklungsanträge gestellt, und diese sind laut einem Arbeitskreisleiter zum großen Teil auch umgesetzt worden.

Mit dem Solution Manager haben Anwender nach Angaben des Herstellers die Möglichkeit, Change-Management-Prozesse in SAP-Umgebungen zu steuern. Zudem arbeitet der Softwarekonzern daran, Funktionen für die Einhaltung von Compliance-Richtlinien abzudecken. Beispielsweise soll es über ein Framework möglich sein, Anforderungen der amerikanischen Food & Drug Association (FDA) umzusetzen.

An den Solution Managern ankoppeln lässt sich der Zusatzdienst "Expert on Demand". Dieser Support-Service der SAP gestattet es Kunden, für ein Problem oder eine Frage, bei der es sich nicht um eine Fehlermeldung handelt, einen Spezialisten in Walldorf zu kontaktieren.

Der Solution Manager 4.0 geht Mitte Dezember in den Ramp-Up. Dies ist eine Art Testphase, in der ausgewählte Kunden mit dem Produkt arbeiten. (fn)