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Sapient entlässt erneut und warnt

03.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der unter der Dotcom-Krise leidende Internet-Dienstleister Sapient will 390 Mitarbeiter (14 Prozent der Belegschaft) entlassen. Die meisten Stellen sollen in Nordamerika gekürzt werden. Ferner will Sapient 60 US-Mitarbeiter an seinen Standort nach Neu Dehli verlegen, um operative Kosten einzusparen. Bisher beschäftigt das Unternehmen bisher 250 Angestellte in Indien. Bereits im März 2001 hatte die US-Company ein Fünftel ihrer Angestellten auf die Straße gesetzt (Computerwoche online berichtete).

Das Internet-Beratungs- und Dienstleistungsfirma gab zudem bekannt, aus der Videospielentwicklung auszusteigen, und warnte vor geringeren Erlösen im zweiten Fiskalquartal. Sapient rechnet nun mit Einnahmen von 87 Millionen Dollar und einem operativen Verlust von sieben Cent je Aktie. Analysten waren von einem Umsatz von 90 Millionen Dollar und einem Betriebsdefizit von sechs Cent pro Anteilschein ausgegangen. Für die geplante Restrukturierung visiert Sapient Kosten von rund 50 Millionen Dollar an, die jedoch weitgehend im dritten Fiskalquartal zu Buche schlagen werden. Diese Maßnahmen sollen jährlich zirka 60 Millionen Dollar einsparen.