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SAP will vom Überwachungswahn der US-Regierung profitieren

30.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit dem Produkt Security Resource Management hängt sich SAP an das Homeland-Security-Programm der US-amerikanischen Regierung. Das Budget von 38 Milliarden Dollar für die Überwachungsinitiative hat bereits Begehrlichkeiten in der gesamten IT-Branche geweckt. Die Ankündigung der Bush-Administration, im nächsten Jahr insgesamt rund 59 Milliarden Dollar für IT-Infrastruktur auszugeben, dürfte das Interesse der IT-Anbieter weiter anstacheln. Das SAP-Anwendungspaket bietet Behörden und Ämtern verschiedene Werkzeuge, um die vom US-Präsidenten George W. Bush geforderten neuen Sicherheitsstandards durchzusetzen. Mit Hilfe ausgefeilter Business-Intelligence- (BI-)Tools lassen sich Daten über Bewegungen von Menschen, Frachtgütern sowie Verkehrsmitteln wie Leihwägen und Flugzeugen sammeln und nach

vorgegebenen Kriterien auf verdächtige Verhaltens- und Bewegungsmuster analysieren. Eine andere Anwendung soll die US-Militärs dabei unterstützen, Truppenbewegungen und deren Kampfeinsätze zu koordinieren. Die Überwachungs-Werkzeuge basieren auf SAPs E-Government-Technik, mit der bereits einzelne Institutionen in den USA arbeiten, darunter die NASA sowie die US-Army und die US-Navy. Technologische Grundlage des Sicherheitspakets ist die neue Netweaver-Plattform der Walldorfer. (ba)