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SAP SI zieht kräftig an

30.04.2004

Die SAP Systems Integration ( SAP SI ) AG glänzte im ersten Quartal mit einem zweistelligen Wachstum bei Umsatz und Gewinn. Wie der Dresdner IT-Dienstleister bekannt gab, stiegen die Einnahmen gegenüber dem Vorjahresquartal um 17,1 Prozent auf 75,9 Millionen Euro. Bereinigt um die Erlöse der im zweiten Halbjahr 2003 übernommenen SLI Consulting und SPM Technologies kletterte der Umsatz um immerhin 7,3 Prozent auf 69,6 Millionen Euro. Den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte SAP SI um 36,1 Prozent auf 10,4 Millionen Euro, das entspricht einer Ebit-Marge bei 13,7 Prozent (Q1/03: 11,8 Prozent). Der Nettoprofit wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 5,5 Millionen auf 6,7 Millionen Euro oder 19 Cent pro Aktie.

Trotz der laut SAP SI weiterhin verhaltenen Konjunktur- und Marktentwicklung stiegen die Einnahmen im Kernmarkt Deutschland/Schweiz um 17,5 Prozent auf 68,4 Millionen Euro. Zum Betriebsgewinn trugen die beiden Landesgesellschaften 10 Millionen Euro (Vorjahr 6,7 Millionen Euro) bei.

Auch in den USA verzeichnete der IT-Dienstleister eine starke Nachfrage, das Wachstum wurde jedoch durch den schwachen Dollar abgebremst. So verbuchte SAP SI America de facto ein Umsatzplus von 13,8 Prozent auf 7,5 Millionen Euro, wechselkursbereinigt betrug der Zuwachs 32,3 Prozent. Der Betriebsgewinn der US-Tochter ging hingegen von 900.000 auf 400.000 Euro zurück.

Während das Geschäft in den Vereinigten Staaten bereits angezogen hat, erwartet SAP SI in Deutschland und Schweiz erst in der zweiten Jahreshälfte eine Marktbelebung. Dennoch geht Vorstandsvorsitzender Bernd-Michael Rumpf weiterhin davon aus, 2004 ein organisches Wachstum zwischen acht und zwölf Prozent zu erreichen. Die Ebit-Marge soll 14 bis 15 Prozent betragen. Den Auftragsbestand bezifferte das Unternehmen zum Quartalsende auf 171 Millionen Euro, verglichen mit 163 Millionen Euro zum Jahreswechsel und 142 Millionen Euro zum Ende des Vorjahresquartals.

Obwohl der gemeldete Quartalsgewinn die Durchschnittserwartung der Analysten um vier Prozent übertraf, ließen die Ergebnisse die Aktionäre kalt. Grund sind die Pläne der SAP, das Unternehmen vollständig zu übernehmen. Die Walldorfer Softwaremutter hat dazu am Mittwoch das angekündigte Kaufangebot von 20,40 Euro je SAP SI-Aktie veröffentlicht. Wie der Dresdner IT-Dienstleister mitteilte, liegt der von der SAP gehaltene Stimmrechtsanteil aktuell bei 78,45 Prozent. (mb)