Hagemann Snabe und McDermott

SAP-Doppelspitze bekommt für 2011 deutlich mehr Geld

23.03.2012
Der Softwareriese SAP belohnt sein Vorstands-Duo für das Rekordjahr 2011 mit fast 50 Prozent höheren Bezügen.
Die SAP-Co-CEOS Bill McDermott (l.) und Jim Hagemann Snabe
Die SAP-Co-CEOS Bill McDermott (l.) und Jim Hagemann Snabe
Foto: SAP AG

Nach zusammen knapp 8,3 Millionen Euro für das Vorjahr 2010 erhalten die Co-Chefs Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe diesmal insgesamt rund 12,1 Millionen Euro. Die Steigerung beträgt knapp 46 Prozent, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht der Walldorfer hervorgeht. Hauptgrund für den satten Zuwachs ist der kurzfristige, erfolgsabhängige Teil des Vergütungssystems, der mit der jüngsten Geschäftsentwicklung bei Europas größten Softwarehaus steht und fällt. Dieser Posten verdoppelte sich bei beiden Managern. SAP hatte 2011 Bestmarken geschrieben und so viel verdient wie nie. 2010 hatten die beiden Co-Chef allerdings nicht zwölf volle Monate als Führungsduo gedient. Sie lösten ihren Vorgänger Leo Apotheker am 7. Februar 2010 ab.

McDermott erhält mit insgesamt rund 6,6 Millionen Euro etwa 1,1 Millionen Euro mehr als sein Kollege. Finanzchef Werner Brand wird mit knapp 3,3 Millionen Euro belohnt - nach 2,3 Millionen Euro zuvor ist das auch für ihn ein üppiges Plus. Wie bei anderen Dax -Konzernen ist die SAP-Vorstandsvergütung wie folgt unterteilt: Es gibt ein fixes Grundgehalt, das monatlich ausgezahlt wird. Darüber hinaus die kurzfristige Erfolgskomponente, die nach der Hauptversammlung im Mai 2012 ausgezahlt wird. Die dritte Säule ist längerfristiger Natur, dort fließt das Geld erst in einigen Jahren je nach SAP-Entwicklung.

Der Vergleich mit dem Vorjahr ist allerdings diesmal nicht eins zu eins möglich. Das Unternehmen hat das Vergütungssystem reformiert und stärker auf die strategischen Ziele für 2015 ausgerichtet. In Summe betrug der Aufwand für alle Teile der Vorstandsvergütung vergangenes Jahr 17,2 Millionen Euro. Diesmal sind es 24,2 Millionen Euro. Jedoch waren 2011 - teils nur anteilig - neun Vorstände zu entlohnen, 2012 sind es sechs. Ex-Personalvorstand Angelika Dammann, die im Juli das Unternehmen verließ, kam noch auf gut zwei Millionen Euro Bezüge.

SAP beteiligt allerdings nicht nur die Chefetage, sondern auch die übrige Belegschaft am Unternehmenserfolg. Details zum Employee Participation Program (EPP) 2015 für Mitarbeiter können Interessierte einer separaten Pressemitteilung entnehmen. (dpa/tc)