Software-Mietmodelle im Vergleich

SaaS sticht ASP aus

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Anzeige  Software-Mietmodelle wie Software as a Service (SaaS) oder Application Service Providing (ASP) bieten Unternehmen deutliche Vorteile gegenüber dem Lizenzkauf. Das SaaS-Konzept punktet im Vergleich zu ASP-Lösungen unter anderem durch seine flexiblere Anpassungsfähigkeit.

Marktforscher gehen davon aus, dass der Lizenzvertrieb von Software zunehmend zugunsten von SaaS- und ASP-Modellen verdrängt wird. Dabei bieten SaaS-Anwendungen im Vergleich zu ASP-Lösungen deutlich mehr Flexibilität. ASP-Angebote sind zu 90 bis 100 Prozent standardisiert, während sich SaaS-Lösungen zu 30 bis 40 Prozent an individuelle Unternehmensanforderungen anpassen lassen.

Daraus ergeben sich unterschiedliche Einsatzbereiche. Das ASP-Modell ist für einfachere sowie stark standardisierte Prozesse, wie etwa den Einkauf, geeignet. SaaS-Anwendungen dagegen sind auch für die IT-gestützte Abwicklung komplexer ERP- sowie SCM-Prozesse in Produktion, Logistik sowie der Finanzbuchhaltung einsetzbar.

SaaS-Lösungen immer begehrter

Das ist unter anderem ein wichtiger Grund für die steigende Nachfrage nach SaaS-Lösungen. So nutzten im Jahr 2007 laut einer Studie von Forrester Research weltweit rund 16 Prozent aller Unternehmen SaaS-Lösungen, rund ein Drittel mehr als im Vorjahr. Für den deutschen SaaS-Markt prognostiziert der Marktforscher Experton Group jährliche Wachstumsraten von über 30 Prozent.

Zudem haben SaaS-Angebote inzwischen ihre Bewährungsprobe im praktischen Unternehmenseinsatz bestanden. Dadurch konnten Vorbehalte bei CIOs gegenüber dem Bezug von IT-Funktionen aus dem Rechenzentrum eines Software-Herstellers oder IT-Dienstleisters abgebaut werden.