WAN-Optimierung

Riverbed virtualisiert seine Steelhead-Appliance

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Dank einer virtuellen Version von Riverbeds Steelhead-Appliance können Unternehmen die WAN-Optimierungstechnik nun auch in Umgebungen mit besonderen Anforderungen einsetzen.
Einsatzszenarien der Virtual Steelhead. Quelle: Riverbed
Einsatzszenarien der Virtual Steelhead. Quelle: Riverbed
Foto: Riverbed

Mit der "Virtual Steelhead" (vSH) reagiert der Anbieter auf den Wunsch von Kunden, die WAN-Optimierungstechnik flexibler nutzen zu können. So können Riverbed-Nutzer die WAN-Optimierungstechnik künftig in Umgebungen einsetzen, die besonderen Umweltbedingungen wie Feuchtigkeit, Staub oder Erschütterungen ausgesetzt sind. Auch in Nachrichtenfahrzeugen und anderen Szenarien, wo die traditionelle Steelhead Appliance aufgrund von Platzmangel nicht einsetzbar ist, stellt die virtualisierte Lösung in einer VMware-Umgebung eine geeignete Alternative dar. Last but not least lässt sich die Virtual Steelhead natürlich auch in Rechenzentren einsetzen, die bereits weitestgehend virtualisiert sind - Service Provider und Systemintegratoren, die Managed Services auf Basis der WAN-Optimierung von Riverbed anbieten, können nun eine virtualisierte Lösung in ihr Portfolio aufnehmen.

Die virtuellen Appliances entsprechen im Funktionsumfang weitgehend den jeweiligen Hardwareangeboten und erlauben zunächst eine Optimierungs-Performance von einem bis 45 Mbit pro Sekunde - bei stärkerem Bedarf (unterstützt wird Netzwerkverkehr bis zu 1 Gbit/s) müssen Nutzer aber nach wie vor auf Appliances ausweichen. Die virtuellen Steelheads lassen sich allerdings als Cluster betreiben, um einen höheren Optimierungs-Durchsatz zu erzielen. Außerdem können die Nutzer kleinerer Versionen je nach Bedarf zusätzliche Bandbreite per Software-Key freischalten. Die Virtual Steelhead wird im dritten Quartal 2010 über den Fachhandel verfügbar sein. Der Einstiegspreis liegt bei rund 2000 Euro.