Forschung für Rechenzentren

Rittal zeigt Projekte seiner Entwicklungsabteilung

24.03.2009
Uli Ries ist freier Journalist in München.
Anzeige  Auf der CeBIT gewährte Rittal Interessenten Einblicke in die Arbeit seiner Entwicklungsabteilung. Der Infrastruktur-Anbieter zeigte unter anderem eine Rechenzentrumsüberwachung per Handy, eine drahtlose Zugangssteuerung, Materialforschung mit nachwachsenden Rohstoffen sowie den Einsatz von Augmented Reality in Produktionsprozessen.
Aktive RFID-Transponder sollen Mitarbeiter gegenüber dem Management-System identifizieren, eine Plausibilitätsprüfung durchführen und so insgesamt für mehr Sicherheit sorgen.
Aktive RFID-Transponder sollen Mitarbeiter gegenüber dem Management-System identifizieren, eine Plausibilitätsprüfung durchführen und so insgesamt für mehr Sicherheit sorgen.
Foto: Rittal

Rittal konzentriert sich bei seiner Entwicklungsarbeit nach eigener Aussage auf Zukunftslösungen für mehr Energieeffizienz und Sicherheit im Rechenzentrum.

So soll die IT-Infrastruktur-Management-Software 'Mobile Computing RiZone' nach Abschluss ihrer Entwicklung Rechenzentrumsleitern die Arbeit erleichtern und gleichzeitig die die Sicherheit erhöhen. Die künftige Version von RiZone soll Informationen zum Status der Infrastruktur auf ein mobiles Endgerät – beispielsweise ein Mobilfunktelefon oder ein PDA – übertragen können. Administratoren sollen ihre Infrastrukturen so jederzeit und standortunabhängig im Blick behalten können.

Für mehr Sicherheit soll zukünftig eine drahtlose Ergänzung des Rechenzentrum-Überwachungssystems CMC-TC sorgen. Mitarbeiter, Zur Öffnung von Serverschränken berechtigte Mitarbeiter sollen künftig mit Active-RFID-Transpondern ausgestattet werden, die die Identifizierung gegenüber dem Management-System sowie eine Plausibilitätsprüfung übernehmen.

So soll sichergestellt werden, dass ausschließlich berechtigte Personen Zugang zu Servern und Daten haben. Die Profil-Halbzylinder des Systems verfügen über eine autarke Stromversorgung, so dass Berechtigte auch bei einem Stromausfall im Gebäude Zutritt haben sollen. Die dynamische RFID-Zugangssteuerung ist für den Einsatz in Anlagen mit vielen Racks konzipiert.

Im Bereich der Materialforschung untersucht Rittal derzeit neue Materialien mit einem hohen Anteil nachwachsender Rohstoffe. Die dabei zum Einsatz kommenden neuen Werkstoffe sind aus Polymeren und Füllstoffen – beispielsweise Hanf, Flachs oder Jute – bestehende Komposite.

Im Bereich der Digitalisierung und Virtualisierung setzt Rittal auf das Konzept einer 'Augmented Reality' (erweiterte Realität, AR). Der viel versprechende Ansatz soll die einzelnen Arbeitsschritte in Produktionsprozessen visualisieren. Rittal zeigte am Beispiel der Brennstoffzellenfertigung, wie AR-Techniken Facharbeiter durch die einzelnen Produktionsschritte führen und sie durch optische Vergleichsmessungen und Rückmeldungen bei ihrer Arbeit unterstützen könnten.

Rittal engagiert sich zudem im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsverbundprojekt Avilus, um die durch AR entstehenden Potenziale besser nutzen zu können.