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Ratlose Berater: KPMG Consulting verbucht drastischen Gewinnrückgang

08.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Beratungsunternehmen KPMG Consulting verbuchte im seinem vierten Geschäftsquartal 2002 (Ende: 30. Juni) einen drastischen Gewinneinbruch: Aufgrund der schwachen Nachfrage nach Dienstleistungen bei IT-Projekten und einer Reihe von einmaligen Abschreibungen sank der Nettoprofit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 98 Prozent auf 404.000 Dollar. Als operatives Ergebnis wies das Unternehmen aus McLean, Virginia, ein Plus von 24,1 Millionen Dollar oder 15 Cent pro Aktie aus. Der vor zwei Jahren vom Wirtschaftsprüfer KPMG abgespaltene Beratungsarm traf damit laut First Call/Thomson im Schnitt die Erwartungen der Wallstreet, das Ergebnis lag jedoch unter den 21 Cent je Anteil im Vorjahreszeitraum. Nicht in der Summe enthalten sind Abschreibungen in Höhe von 23,7 Millionen Dollar, bedingt durch einmalige Sondereffekte und einen Wechsel in der Bilanzierung. Der Umsatz ging von 722,9 Millionen auf 583,2

Millionen Dollar zurück und lag damit knapp unter der durchschnittliche Prognose der Analysten (584 Millionen Dollar).

Im Gesamtjahr 2002 schrieb KPMG Consulting einen Nettoverlust von 26,9 Millionen Dollar nach einem Plus von 34,9 Millionen Dollar im Jahr zuvor. Die Einnahmen sanken von 2,85 Milliarden auf 2,37 Milliarden Dollar. (mb)