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Anleger trotzdem begeistert

Rasantes Wachstum reißt Finanzloch bei LinkedIn

01.08.2014
LinkedIn ist das Facebook der Berufswelt. Anders als der große Bruder verdiente das berufliche Online-Netzwerk zuletzt aber kein Geld. Der Ausbau verschlingt einfach zu hohe Summen. Die Anleger sind dennoch Feuer und Flamme.

Der Wachstumsdrang geht beim Xing-Rivalen LinkedIn ins Geld. Das berufliche Online-Netzwerk verlor im zweiten Quartal eine Million Dollar (750.000 Euro), nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von annähernd 4 Millionen Dollar herausgekommen war. Schon im ersten Quartal hatte LinkedIn allerdings 13 Millionen Dollar verloren.

Firmenschild vor der LinkedIn-Zentrale in Mountain View, Kalifornien
Firmenschild vor der LinkedIn-Zentrale in Mountain View, Kalifornien
Foto: LinkedIn

LinkedIn investiere in die Angebote für Mitglieder und Kunden, erklärte Firmenchef Jeff Weiner am Donnerstag am Sitz im kalifornischen Mountain View. Das Unternehmen hatte zwischenzeitlich die Funktionen seiner Plattform erweitert und war auf den chinesischen Markt vorgestoßen.

Das machte sich bemerkbar: Der Umsatz schnellte um 47 Prozent auf 534 Millionen Dollar hoch. LinkedIn hob daraufhin den Ausblick für das Gesamtjahr auf bis zu 2,15 Milliarden Dollar Umsatz an. Die Anleger waren begeistert; die Aktie stieg nachbörslich um knapp acht Prozent.

LinkedIn ist anders als Facebook auf Geschäftskontakte ausgerichtet. Sein Geld verdient das Unternehmen etwa mit der Personalsuche für Firmen oder Gebühren für Premium-Mitgliedschaften. Während Facebook mittlerweile die Marke von 1,3 Milliarden Mitgliedern übersprungen hat, sind es bei LinkedIn "mehr als 300 Millionen". Anders als früher nannte das Unternehmen in seiner Mitteilung keine genaue Zahl mehr.

Der Hamburger LinkedIn-Konkurrent Xing kommt nach eigenen Angaben auf etwa 14 Millionen Mitglieder. Mehr als die Hälfte davon kommen aus deutschsprachigen Ländern. (dpa/tc)